Christoph Sieber

Silber im Blick, Munition im Mund und Gummi in den Beinen

Silber im Blick, Munition im Mund und Gummi in den Beinen

Christoph Sieber ist Kabarettist, Autor und Moderator. Der studierte Pantomime ist mit seinem fünften Soloprogramm "Hoffnungslos optimistisch" auf Tour.

"Ein Phänomen, dieser Schlaks mit dem Faible für Irreführung und Grenzübertritte. Der Württemberger studierte Pantomime an der Essener Folkwang-Schule, entdeckte das Kabarett als Spielform und hat daraus eine eigenwillige und doch Mehrheits-kompatible Kunst gemacht.

Sieber ist immer er selbst. Ein Multitalent, das mit bunten Bällen ebenso jongliert wie mit Erwartung und Empfindung. Ruckzuck gehören ihm die Publikums-Sympathien." (Mark Daniel, Leipzig)

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Lebenslauf

 

Komme überraschend für alle an einem trüben Januartag im Jahre 1970 als Sohn meiner Eltern zur Welt.

Die glückliche Kindheit habe ich in einem kleinen Süddeutschen Kaff abseits jeglicher Ablenkungen verbracht, da wir erst Mitte der 80er Jahre Fernsehen und fließend Wasser bekommen.

 

Nach dem Abitur mehrere Tourneen mit dem Straßencircus „Lila Karotte“ durchs europäische Umland. Straßenauftritte als Clown, Pantomime, Jongleur und Trickdieb.

1991 dann Aufnahme an die renommierte Folkwang Hochschule Essen. Studiere vier Jahre Pantomime. Ausbildung in Schauspiel, Mime, Akrobatik, Fechten und Skateboardfahren. Schlimm: Alle Pantomimen können schweigen, ich nicht!

 

Während dessen Arbeit mit Pinok und Matho am „ Teatre du Mouvement“ in Paris. Ich lerne Paris von seiner schönsten Seite kennen: Sie heißt Amélie und ist Filmschauspielerin. Zumindest behauptet sie das.

 

Stipendium der Stadt Unna als Schauspieler im Rahmen der Theatrale 1994. Spiele die Hauptrolle in „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus.

Meine Mitspielerin verliebt sich unsterblich in mich. Leider ist sie ein Esel, sagt aber zu allem ja.

 

1995 Abschluss des Pantomimenstudiums und im Anschluss erste Auftritte vor erlesenem Publikum mit meinem Soloprogramm „Jeder ist ein Deutscher - fast überall“.

 

Nebenbei jobbe ich um die Miete bezahlen zu können als Circusclown, Rollschuhläufer und Feuerschlucker.




 

Im Jahr 2004 erreicht meine Karriere ihren ersten Höhepunkt. Es ist der Gipfel des Kilimanjaro in Tansania. Die Afrikaner nennen mich respektvoll die „schwäbische Giraffe“.

Anschließend beweise ich meine Durchhaltefähigkeit über mehrere Jahre: Tour durch ganz Deutschland. Besuche auch Orte mit weniger als 500 Einwohnern und übernachte in Hotelbetten, die ihrem Namen nicht gerecht werden.

Dafür bekomme ich erste Kleinkunstpreise und mein Auto eine neue TÜV-Plakette.

 

2010 bietet mir der SWR eine eigene Sendung an. Drei Jahre lang moderiere ich die „Spätschicht“ mit großartigen Gästen: Josef Hader, Urban Priol, Mathias Richling, Tobias Mann, Lisa Fitz, Wilfried Schmickler, Rolf Miller und viele mehr geben sich die Klinke in die Hand.

 

Daneben bin ich auch noch Gast in der „Anstalt“, beim „Satiregipfel“, „Extra3“, bei „Ottis Schlachthof“, „TV Total“, „Verstehen Sie Spaß“, den „Mitternachtsspitzen“ und „Volker Pispers und Gäste“. Vor allem aber der Auftritt bei „immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross ist in Erinnerung geblieben und begleitet mich bis heute in meinen Albträumen.

 

Ganz nebenbei spiele ich jährlich an die 200 Solotermine mit meinen Programmen „Das gönn ich Euch“ und „Alles ist nie genug“.

2015 gibt es für mein Schaffen den Deutschen Kleinkunstpreis, der mir von Volker Pispers überreicht wird. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl: Aus mir könnte tatsächlich noch was werden.

 

Komme zwar langsam in das Alter, in dem früher einiges besser war, was mich aber nicht davon abhält Pläne zu schmieden: Marathon laufen, Regie führen, Fotoausstellung, Weltreise, im Garten in der Sonne liegen und Nichtstun sind Dinge, die ich mir noch vorgenommen habe. Zumindest Letzteres ist mir schon ganz gut gelungen.

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Pressestimmen

„Der Mann, der so aberwitzig zwischen scharfsinniger, pessimistischer Situationsdiagnostik auf der einen Seite und grandios komischer Unterhaltung auf der anderen jongliert, ist Christoph Sieber (Süddeutsche Zeitung)

„Der Galgenhumorist Christoph Sieber folgt in seinen Programmen den Spuren großer Kabarettisten wie Dieter Hildebrandt und Georg Schramm.“ (Frankfurter Rundschau)

„ Es ist schlicht famos, wie es Christoph Sieber immer wieder gelingt, das große Ganze“ auf seine Ursprünge herunter zu brechen. Er gibt zu verstehen, dass sich niemand von einer Mitverantwortung freisprechen kann, der nicht dagegen auf die Straße geht.“ (Lipp. Landeszeitung)

„Sieber legt seinem Publikum den verloren gegangenen „Zorn des kleinen Mannes, der auch Frauen befiel“ ans Herz, denn „Zorn ist eines der wichtigsten Schmiermittel der Demokratie“, ruft er auf zu zivilem Ungehorsam. Donnernder Applaus ist der Dank für diesen grandiosen Kabarett-Abend.“ (Ursula Hoffmann, Coesfeld)

Herzerfrischend, bitterböse, zwergfellerschütternd komisch, plötzlich aufrüttelnd und sehr ernst … zog Christoph Sieber in der Stadthalle alle Register als Kabarettist, aber auch Komödiant, Sprach- und Balljongleur und als Pantomime. (Westfälische Rundschau)

Christoph Sieber, eine der jüngeren, aber schon - wie die zahlreich an ihn verliehenen Auszeichnungen belegen – aufstrebende Koryphäe der deutschen Kabarettszene, besitzt wie kam ein anderer die Fähigkeit, die Stimmung umkippen zu lassen. Wie andere mit einem Finger das Licht ausschalten, schaltet er von bissigem Witz auf brutalen Ernst um. (Siegener Zeitung)

Spiel, Satz und Sieg Christoph Sieber: „ Das Leben ist eine Kunst, in der es viel zu viele Dilettanten gibt.“ Was der Kabarettist hier so knackig auf den Punkt bringt, ist eine Erkenntnis mit beachtlicher Substanz! Doch bevor man sich der Tiefgründigkeit überhaupt gewahr werden kann, ist Sieber längst schon weitergezogen. Er bietet die temporeiche Analyse einer Gesellschaft, in der der Bürger nur noch zum konsumbespaßten Knöpfchendrücker taugt ... (Badische Neuste Nachrichten)

Wut, über die man lachen kann…. Donnernder Applaus für diesen genialen Wachrüttler. (HNA Kassel)

Preise und Auszeichnungen
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